Bhakti Yoga

Einerseits ist Bhakti Yoga vielleicht das, worauf Krishnas Unterweisungen letztendlich hinauslaufen. Der Weg des Bhakti Yoga zur Verschmelzung mit dem Göttlichen ist der Weg durch das Herz. Das Wort Bhakti hat die Wurzel „bhaj“, die bedeutet „mit Gott verbunden sein“ und Bhakti kann aber auch als „Hingabe“ oder „Liebe“ übersetzt werden. Man kann Gott oder das universale Bewusstsein als Geliebten sehen und durch die Bhagavad Gita ist es möglich, in tiefer Hingabe und Liebe für Gott zur Erlösung zu kommen.

In der dritten Lektion der Gita beleuchtet Krishna, dass Arjuna weder durch das Studium der Veden noch durch Selbstaufopferung das Höchste erkennen kann, nur durch die Liebe, durch Bhakti. Es gibt hier keine Lektionen mehr zu lehrnen, keine Lehrsätze, nur die Liebe. Letztendlich geht es nicht um Weisheit/Wissen (Jnana) oder das rechte Handeln (Karma), sondern um Liebe (Bhakti), auch wenn der Weg für die meisten Menschen über Jnana und/oder Karma geht. Mit Bhakti Yoga nimmt der Yogi all sein Wissen und seine Konzentration, die Früchte seiner Handlungen und gibt diese in Hingabe und bedingungsloser Liebe weiter. Oder wie Narada, ein weiser alter Yogi den Bhakti Yogi in der Bhakti Sutra beschreibt „(Er ist einer) der nur Liebe sieht, nur Liebe ist und spricht und denkt“.

Wendet man Bhakti Yoga an, sieht man jedes Lebewesen als ein Teil des göttlichen Universums, das Liebe verdient, so wie Eltern ihre Kinder lieben und der höchste Bhakti Yogi, der in der Gita symbolisiert wird, ist Krishna, dessen Eckpfeiler in der Spiritualität die Liebe ist.