Das Energiesystem der Maya

Die frühere Religion der Maya war eine regelrechte >spirituelle Wissenschaft< , die diverse Fachgebiete wie Mathematik, Geometrie, Astronomie, Medizin, Philosophie und Kosmologie miteinander in Einklang brachte. Viele ihrer energetischen Prinzipien und Systeme spiegelndie das alte Indien wieder; es könnte sogar sein, dass sie noch älter sind als diese. Auf dem Höhepunkt ihrer kulturellen Entwicklung hatten die Maya eine energetische Anatomie mit Chakras, Kräften, Gottheiten und einer ähnlichen Symbolik wie im indischen  Energiesystem. Valmiki, ein früherer vedischer Dichter und Autor des brühmten indischen Epos Ramayana, soll behauptet haben, Naga Maya hätten ihre Kultur nach Indien gebracht. In seinem Buch Secrets of Mayan Science/Religion schreibt der Maya Autor Hunbatz Men, die Naga Maya hätten ihre Kultur auch in andere Teile Asiens gebracht und ebenso nach Afrika, wo sie einem ägyptischen Priester-Historiker zufolge Mayax genannt wurden.

Ähnlich wie die Angehörigen des jüdischen und frühen christlichen Glaubens indentifizierten sich die Maya mit einem lebenden Baum. Die Jüdische Kabbala basiert auf dem „Baum des Lebens“. Diesem Baum entspringen Energiekörper, die das Erlangen eines höheren Bewusstseins fördern. Die Maya gingen einen ähnlichen Weg zur Erleuchtung, um die kosmischen Fähigkeiten des Kukulkan zu erwerben, jenes Schlangengottes, der mit der indischen Schlange Kundaliniebenso verglichen werden kann wie mit dem aztekischen Quetzalcoatl, dessen Vorläufer er ist.

Maya-Eingeweihten wurden schon in jungen Jahren beigebracht, wie sie ihre physische und mentale Energie steuern konnten. Sie bezeichneten ihren Geist als k´inan oder solaren >Ursprungs<. Den Kukulkan-Status erreichen sie dadurch, dass sie lernten, wie sie die heilige Energie in Körper und Geist transformieren konnten, nämlich indem sie die sieben Kräfte entwickelten, die der Körper beherbergt.

Die sieben Kräfte waren Thema vieler Geschichten und wurden in Bildern, Skulpturen und Schnitzereien dargestellt, die an über 21000 heiligen Orten im ganzen Land zu finden waren. Für die frühen Maya war die Sieben eine sehr Kraftvolle Zahl, die sie an ihre selbst proklamierten galaktischen Ursprünge erinnert. Ähnlich wie die Cherokee (indigene Kultur), glaubten auch viele Maya, dass sie ursprünglich von den Sternen gekommen waren und dann die Erde bevölkerten.

Die sieben Kräfte oder Mächte wurden manchmal auch Chacla genannt, ein Wort, das dem Indischen >Chakra< sehr ähnlich ist. Die frühen Mayas brachten diese Chakras mit der Bewegung der Milchstraße in Verbindung. Man steigt als Licht durch die sieben Zentren auf und beginnt dabei im untersten. Chacla bedeutet >dieses mein Rot<, was sich auf die Farbe des untersten Zentrum bezieht. Wie die Inder lokalisierten auch die Maya das erste Chakra im Bereich des Steißbein.

Die Inder verwenden das Bild von Blumen ( Lotosblüten ), um die Chakras zu beschreiben, die Maya benutzen in diesem Zusammenhang das Wort Lol, das >Blume< bedeutet. Lil bezieht sich auf Schwingung und das o spielt auf Bewusstsein und Geist an. Damit kehren wir zurück zu der Vorstellung, dass alles im Universum Schwingung ist. Wie im alten Indien setzten auch die Maya Worte, Töne, Geometrie, Atmung und anderen Maßnahmen ein, um die schlafenden Kräfte zu wecken.