Ein Lächeln für die Seele

Hoffen heißt in die Zukunft träumen

Wer sich geborgen weiß, erlebt Freude und Liebe!!!!!!

Die Sehnsucht reicht höher als die Sterne
Sie werden es kaum glauben, dieses Wort stammt
aus dem Mund der heiligen Mechthild von Magdeburg.
Ihr Sehnen ging weit über die Sterne hinaus;
ihr (Ver)Langen reichte bis ins Jenseits.
Wenn wir das Hoffen und Sehnen nicht verlernen,
dann öffnen sich uns innere Augen. Dann werden
auch wir hellhörig. Dann begreifen wir den Hauch
jener Zärtlichkeit, den wir allenthalben in der
Schöpfung vernehmen. Dann wachsen der Liebe
und der Freude Flügel, die auch dann tragen,
wenn kein Wind weht, wenn die Sonne mal nicht
scheint; wenn alles trüb und traurig die Flügel
hängen lässt; wenn Enttäuschungen und Rückschläge
über uns hereinbrechen …

1.
Dein Auftrag lautet:
lieben zu lernen.
Deine Mission heißt:
allen Geschöpfen Freude
zu künden.
Dein Ziel sei – Gott zu
loben und die Menschen
zu respektieren.

Lieben heißt: Ja sagen zu sich und zu den Anderen.
Lieben heißt bereit sein, zu geben ohne Belohnung,
selbstlos und gerne.
Liebe heißt – lieben aus Liebe.

2.
Vergeben und Verzeihen sind die Ecksteine jeder
menschlichen Gemeinschaft.
Wer nicht bereit ist, zu verzeihen, rüttelt am eigenen
Fundament.
Wer Vergebung verweigert, ruft Unfrieden ins Haus.
Der Vergebende baut mit an der Basis einer
glücklichen Welt.
Der Verzeihende steht über den Dingen.

3.
Warum haben es einfache Menschen niemals eilig?
Warum sind die Guten selten in Hast?
Warum werden die Gerechten niemals laut?
Weil Einfachheit keine Hetze zulässt;
weil Güte keine Eile verträgt;
weil Größe das Tamtam meidet …
Gottes Wort wächst in der Stille – langsam und
bescheiden.
Die Weisen bleiben ruhig, auch wenn Wind und
Wellen toben. Die Weisen nehmen beides, Lob
und Tadel, in Gelassenheit – ohne Stolz und ohne
Hassgefühle. Die Weisen wissen sich stets geborgen
in der Hand des All-Weisen.

4.
Warum willst du das Leben enträtseln?
Warum forschst du nach den Geheimnissen der
Welt?
Erst im Mysterium wird das Leben lebenswert;
erst in der Stille offenbart sich das Wesen;
erst im Nicht-Wissen gelangen wir zur Schau.
Zwinge niemanden zur Wahrheit. Nötige niemanden,
dich zu lieben. Liebe du zuerst – und
man wird auch dich lieben. Lebe die Wahrheit,
soweit es dir gelingt, aber nötige sie niemandem
auf. Lass wachsen und gedeihen, Weizen neben
Unkraut. Und überlasse dem Herrn der Ernte das
Worfeln und Sieben.

5.
Was bildest du dir ein?
Deine körperliche Größe ist nicht deine Leistung.
Deine Hautfarbe ist nicht dein Verdienst.
Deine Haare kamen ohne dein Zutun zustande.
Dennoch bist du kein Zufall.
Du bist gewollt und geliebt und du wirst für immer
gewollt und geliebt sein – du Gotteskind!

6.
Wer schweigt, hört besser.
Wer sein Herz sprechen lässt, ist des Guten fähig.
Wer sich erinnert, hat Chancen, die Zukunft zu
erhellen.
Wer sich bemüht, weise zu werden, erhält die
Chance, dem Banalen zu entkommen.
– Nur wer liebt, lebt aus der Fülle.
Manchmal höre ich die Sterne singen; manchmal
lausche ich dem Lied des Mondes; manchmal
spricht eine Rose zu mir; manchmal lächelt ein
Tier mich an; manchmal möchte ich die ganze
Welt umarmen; manchmal spricht Gott ganz nah
und deutlich; manchmal lass ich mich tragen von
der Sehnsucht nach dem Ewigen und Zeitlosen.

7.
Wer sich wandelt, hat Bestand.
Wer sich müht, wird belohnt.
Wer zum Dienen bereit ist, erfährt Freude.
Wer seine Pflicht erfüllt, gibt seinem Leben Sinn.
Wer ein Ziel hat, findet auch einen Weg.
Wer Gott lobpreist, ehrt auch seine Geschöpfe.

8.
Sag Ja zu deinem Leben und zu dir selber – zu
deinem Sosein.
Sag Ja zu den Menschen und zur Schöpfung;
hilf mit, sie zu bewahren.
Sag Ja zu Gott; er hat dich von Anfang an be-jaht.
Ohne sein schaffendes Wort wärst du ein Nichts.
Ohne seine be-jahende Liebe verfielst du zu
Staub.
Ohne seine allumfassende Sorge gäbe es dich
nicht …

9.
Du bist neugierig auf das, was kommen wird?
Du möchtest mehr wissen über die Zukunft?
Du wüsstest gerne, was morgen sein wird?
Genügt es dir nicht, dass Gott für dich sorgt?
Dass er dich hütet wie seinen Augapfel?
Dass er dich kleidet wie die Lilien des Feldes?
Dass er dich beschützt wie die Sperlinge auf dem
Dach?
Warum sorgst du dich um Dinge, die du nicht beeinflussen
kannst?

Warum kümmerst du dich stattdessen nicht um
den Frieden in der Welt?
Um die Versöhnung der Menschen und Völker?

10.
Gute Erde, du keimst und sprosst – auch ohne
unser Zutun.
Du erfüllst uns mit Hoffnung, umgibst uns mit
Farben, malst Märchen in Wald und Fluren.
Gute Erde, du ernährst uns, auch wenn wir dich
treten; du sorgst für uns, auch wenn wir dir
Schlimmes antun.
Deine Schönheit liegt wie ein Zauberspruch über
der ganzen Welt.
Deine Kraft lässt knospen und reifen.
Deine Güte beschenkt alle, Gute wie Böse, Gerechte
wie Ungerechte.
Gute Erde, Dank sei dir für deine Wohltaten!

11.
Gott liebt die Zärtlichen; er steht denen bei, die
einfühlsam sind;
die auch die leisen Töne hören – und die Worte,
die zwischen den Zeilen stehen.
Gott ist ein Gott der Zärtlichkeit.
Er hat jene selig gepriesen, die aufmerksam sind,
die zu-hören;
die die Fehler der Andern nicht vergrößern;
die keine Steine werfen nach denen, die schuldig
wurden.
Gott liebt die Zärtlichen – und die Schwachen
und die Benachteiligten und die Gefallenen.
– Gott ist ein Gott der Liebe.

12.
Am Ende des Tages lege ich alles ab:
Kleider, Gedanken, Pläne und Sorgen.
Am Ende des Tages übergebe ich alles dem
Herrn:
Mühen, Beschwerden, Sehnsüchte, Ängste;
Traurigkeit und Schuld.
Am Ende des Tages überdenke ich mein Werk:
Wird es Bestand haben?
Werden andere meinem Weg folgen?
Wurden jene ermutigt, denen ich begegnete?
Am Ende der Tage freue ich mich über die Vielfalt
des Lebens, über das Lachen der Kinder, über das
Sprudeln der Quelle, über Menschen, Tiere und
Pflanzen.
Am Ende der Tage, Herr, singe ich dir mein Lied.
Dir sei Ehre und Lobpreis für immer und ewig!

Adalbert Ludwig Balling