Kybalion – Die 7 hermetischen Gesetze

Das Gesetz der Schöpfung

Deine Gedanken erschaffen deine Realität. Alles was ist, ist das Produkt aller bisherigen manifestierten Gedanken. Nicht die äußeren Umstände führen dazu, dass wir bestimmte Gedanken hegen, sondern unsere Gedanken bestimmen unsere Umstände. Alles was du im jetzigen Moment erlebst, ist das Resultat deiner Gedanken, die du bisher hattest. Schöpfung und Veränderung der physischen Ebene hat ihren Ursprung immer in der mentalen Welt; in der Ebene deiner Gedanken. Du kannst im Rahmen deines individuellen Bewusstseins Schöpfung kreieren. Du bist der Schöpfer deiner Realität. Du bist aber auch zugleich ein Teil vom kollektiven Bewusstsein, der Summe aller Gedanken. So wie du einen großen Effekt auf das kollektive Bewusstsein ausüben kannst, indem du fähig bist mit deinen Gedanken die Welt zu revolutionieren, kann das kollektive Bewusstsein auch einen Effekt auf dich haben, indem du beispielsweise einen schweren Schicksalsschlag erleidest. Zum größten Teil kannst du dein Leben jedoch selbst bestimmen, indem du die Macht hinter den schöpferischen Gedanken erkennst und richtig einsetzt. Hegst du nämlich die falschen Gedanken, wirst du auch eine unerwünschte Realität für dich erschaffen. Wichtig ist auch die Intensität deiner Gedanken. Je mehr du etwas willst und je mehr du etwas in die Tat umsetzt, umso größer wird auch das Resultat. Deine Gedanken werden Wirklichkeit. Deine Gedanken manifestieren sich in der Materie. Je mehr und je stärker du an etwas denkst, desto besser kann sich ein Gedanke manifestieren.

Das Gesetz der Kausalität

Zufall? Willkür? Ungerechtigkeit? Diese Begriffe verlieren ab sofort ihre Bedeutung. Nur weil wir für etwas keine Erklärung haben, heißt das noch lange nicht, dass es keine verursachenden Zusammenhänge gibt. Das Prinzip von Ursache und Wirkung ist eine anerkannte Grundlage in der Physik und wirkt ebenso in allen anderen Bereichen unseres Lebens. Oft ist uns kaum bewusst, dass alles, was wir denken und tun, eine Wirkung hinterlässt. Denn unsere Gedanken bilden regelrechte Gedankenwelten, die genauso real sind wie unsere Emotionen oder unser Körper. Wenn wir jemandem in Gedanken etwas Gutes oder Schlechtes wünschen, geben wir mit unserem Denken die entsprechende Energie mit. Die gesamte Natur ist ein großer vernetzter Organismus, in dem nichts verloren geht. Jede Aktion hat eine ihr entsprechende Wirkung, die eines Tages auf ihren Verursacher zurücktrifft und erst dann wieder annulliert wird. So ereilen uns mal freudige Ereignisse, mal schwere Schicksalsschläge – doch immer haben wir diese gemeinsam einmal in irgendeiner Weise mitverursacht. Sobald eine Tat von uns einen anderen Menschen erreicht, wird diese immer weitergegeben, bis sie schließlich wieder auf den Verursacher selbst trifft und der Kreislauf sich schließt. Karma ist eine Kette der Verursachung, die in die endlose Vergangenheit zurückreicht und sich in die endlose Zukunft erstreckt. Auch wenn es uns manchmal hart trifft: Niemand wird durch Karma bestraft oder belohnt, sondern wir ernten stets die Saat früherer Gedanken und Taten. Nicht immer ist es einfach, damit umzugehen. Und jeder Mensch, der in Schwierigkeiten gerät, verdient unser Mitgefühl und unsere Unterstützung. Wir sollten stark aufpassen, welche Gedanken und Taten wir produzieren. Denn gute oder schlechte Taten werden auch durch Menschen übertragen, die noch kein derartiges Karma entstehen lassen haben. Wir müssen uns als gemeinsamen Organismus erkennen und stets so mit unseren Mitmenschen umgehen, wie man den Umgang von Anderen mit sich selbst erwartet.

Das Gesetz der Entsprechung

Du kannst das Große im Kleinen und das Kleine im Großen erkennen. So wie du innerlich bist, erlebst du auch deine Außenwelt. Die von dir erlebte Außenwelt entspricht immer dem, was du selbst innerlich bist. Die Außenwelt ist also immer dein Spiegelbild. Wenn du dich im Inneren veränderst, wird sich zwangsläufig auch die Welt für dich ändern. Ebenso, wenn sich die Welt ändert, wirst auch du dich verändern. Bist du also in Harmonie mit dir selbst, bist du gleichermaßen in Harmonie mit der Außenwelt. Die Emotionen die du wahrnimmst, nimmt die Welt auch wahr. Aus diesem Grund geht es Pflanzen bei fröhlichen und heiteren Menschen besser, wobei wiederrum Pflanzen bei depressiven und unglücklichen Menschen schneller verwelken. Die Abhängigkeit zwischen der inneren und äußeren Welt eines jeden Individuums ist zu jeder Zeit vorhanden. Jedes individuelle Bewusstsein ist Teil vom kollektiven Bewusstsein und das kollektive Bewusstsein ein Teil von jedem individuellen Bewusstsein.

Das Gesetz des Gleichgewichts

Wie man in der Physik beobachten kann, versucht sich jede Begebenheit immer in ein Gleichgewicht zu versetzen. Wärme breitet sich beispielsweise im Laufe der Zeit soweit aus, dass nahezu überall im Raum die gleiche Temperatur herrscht. Auch wenn du Milch in deinen Kaffee schüttest, stellst du schnell fest, dass sie sich schon bald gleichmäßig verteilt. Das gleiche Prinzip gilt auch für das Leben. Verschiedene Wirkungen gleichen sich immer aus, sodass so schnell wie möglich wieder Harmonie und Ausgleich hergestellt wird. Geben und Nehmen muss stets im Gleichgewicht sein. Wer nur Nimmt, aber nicht bereit ist zu Geben, bringt das Gleichgewicht durcheinander. Besteht das Gleichgewicht nicht mehr, werden Prozesse in Gang gesetzt, die das Gleichgewicht wiederherstellen. Aus diesem Grund sollten wir mit dem Umgang der Natur achtsam vorgehen. Wir Menschen haben
bereits damit begonnen die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wenn wir auf diese Weise fortfahren, können die daraus resultierenden Naturkatastrophen die Menschheit auslöschen, bis sich die Natur wieder ins Gleichgewicht versetzt.

Das Gesetz der Polarität

Das Gesetz der Polarität enthält die Wahrheit, dass alle manifestierten Dinge zwei Seiten haben, zwei Aspekte, zwei Pole, zwei Gegensätze mit mannigfaltigen Stufen zwischen den beiden Extremen. Gleich und ungleich ist im Prinzip dasselbe. Gegensätze sind in ihrer Natur identisch. Wärme und Kälte sind Temperaturen, Liebe und Hass sind Gefühle, Dunkel und Hell sind Seinszustände des Lichts. Durch Polaritiäten ist es überhaupt möglich Sachverhalte zu werten. Jedoch gibt es in Wahrheit kein Gut und kein Böse, kein Groß oder Klein, kein Besser oder Schlechter. Alles ist eine reine Wertung vom individuellen Bewusstsein selbst. Was für den einen als gut empfunden wird, kann für den anderen etwas Schlechtes sein. Schlechte Ereignisse können jedoch auch hilfreich sein, um bestimmte Ziele zu manifestieren. Du wirst es sicherlich auch bereits erlebt haben, dass du erst dachtest Pech zu haben, sich im nachhinein jedoch herausgestellt hat, dass es gut war, dass es auf diese Weise passiert ist. Wer das Werten und das Urteilen über Polaritäten vermeidet, wird es leichter haben seine Gedanken nach seiner Vorstellung zu manifestieren.

Das Gesetz vom Rhythmus

Alles im Leben erlebt einen Aufschwung aber auch einen Abschwung. Alles was entsteht ist auch vergänglich. Es gibt gute Zeiten sowie schlechte Zeiten. Jedes Glück das entsteht, beinhaltet auch potentielles Leid, das daraufhin folgen wird. Jemand der sehr glücklich über eine Partnerschaft ist, wird irgendwann das Leid erfahren, dass der Partner nicht mehr da ist. Sei es durch Trennung oder Tod. Das Auf und Ab ist ein völlig natürlicher Vorgang. Wer einem gesunden Rhythmus folgt, kann das Auf und Ab in einen erträglichen und gesunden Kontext bringen. Wer also versteht, dass auf gute Zeiten schlechte Zeiten folgen, dass auf leichte Tage, schwere Tage kommen und diese Gegebenheiten akzeptiert, wird in den schweren Situationen nie einen Gedankenumschwung erleben. Der Rhythmus wird dann nur geringe Auswirkungen auf die Manifestierung deiner Ziele und dein Leben bekommen. Wer dieses Gesetz nicht versteht, wird sich oft von seinen Emotionen soweit leiten lassen, dass sie sich negativ auf das Leben auswirken.

Das Gesetz der Anziehung/Resonanz

Gleich und gleich gesellt sich gern. Das weiß auch der Volksmund. Was wir denken, sagen und tun, zieht seinesgleichen an und bringt entsprechende Dinge, Erfahrungen und Menschen in unser Leben. Dein persönliches Verhalten bestimmt deine persönlichen Verhältnisse und deine gesamten Lebensumstände. Dies ist der Grund, warum es vielen Menschen schwer fällt, sich aus unglücklichen Lebenssituationen zu befreien. Gleiches zieht Gleiches an und wird durch Gleiches verstärkt. Ungleiches stößt einander ab. Negativität zieht Negatives an, Dunkles zieht Dunkles an, Hass zieht Hass an, Angst zieht Angst an, Sucht zieht Sucht an, Aggressivität zieht Aggressivität an – und wenn wir nicht innehalten und umkehren, setzen wir eine Spirale nach unten in Gang, die irgendwann nicht mehr zu stoppen ist und zu Depression, Verzweiflung, Unglück und Tod führt. Denn wir müssen zuerst glücklich SEIN, um Glück zu erfahren. Das SEIN kann nur durch unsere Gedanken entstehen. Wir müssen unsere Gedanken nach dem SEIN richten und alle Gedanken, die dem SEIN entgegenwirken verbannen. Dann wird auch unser Handeln danach bestimmt und schließlich können wir mit Hilfe unserer positiven Gedanken noch mehr Positivität anziehen. Du bist, was du tust. Du ziehst all das in dein Leben, was deinen täglichen Handlungen, Gedanken und Emotionen entspricht.