Wozu dann noch einen spirituellen Weg gehen?

Ist das wirklich notwendig? Ich weiß es nicht. Für manche ist es eine Hilfe, für manche eher ein Hindernis. Des ist sehr fein. Denn gehen wir davon aus, dass vor uns ein langer Weg liegt, kreieren wir diesen Weg mit. Die ein Wirklichkeit offenbart sich von Moment zu Moment – selbstleuchtend, bedingungslos, untrennbar eins. Es werden heute immer mehr Kinder geboren, die dies bereits verstehen und in sich selbst ruhen. Dieses Verständnis wird eines Tages für uns Menschen ganz natürlich sein.

Solange es uns an diesem Verständnis mangelt, laufen wir Gefahr, einen spirituellen Weg zu gehen, um etwas zu bekommen oder ein Ziel zu erreichen. Damit verstärken wir die Trance des Mangels, noch nicht `da`zu sein.

Irgendetwas haben zu wollen, einschließlich Èrleuchtung´festig ein Universum, in dem es uns genau an dem fehlt, was wir haben möchten. Dann leben wir in Trennung und sind – nebst aller spirituellen Aktivitäten –  schlichtweg nicht glücklich. Bewusst Sein, bewusst Mensch zu sein, hat demgegenüber ein Glücklichsein ohne äußeren Grund zur Basis – SAT CHIT ANANDA –  pure Freude, essentielles Sein, das sich im Werden entfalten will.

Wer heute glaubt, einen bestimmten, spirituellen Weg gehen zu müssen und dabei nicht Glücklich ist, darf sich fragen, ob er noch auf dem rechten Weg ist. Was ist überhaupt der rechte Weg?

Die Taoisten würden sagen : Die Mitte ist der Weg !!!!! Gut. Aber zwischen was?

     In dieser Aussage steckt ein Kostbarer Hinweiß: Der spirituelle Weg ist keine Einbahnstraße. Er geht in zwei Richtungen – Himmel und Erde. Einerseits geht es darum, absolut frei von Allem zu sein; andererseits die Liebe zu allem zu spüren, die innere Verbundenheit – In Communio.